Zecken beim Hund

Gerade in der Sommerzeit plagen diese ekeligen Viecher unsere lieben Vierbeiner. Gerne möchten wir sie davor bewahren, zumal Zecken auch gefährliche Krankheiten übertragen können. Aber was wirkt schon? Wie entfernt man sie richtig? 

Was sind Zecken?

Von den etwa 900 Zeckenarten weltweit, leben ungefähr 20 in Deutschland. Sie gehören zu den Spinnentieren und leben mindestens seit der Kreidezeit unter uns, wie Fossile Funde belegen. 

Es gibt zwei Arten von Zecken, die Schildzecken und die Lederzecken, wobei in unseren Breitengraden die Schildzecke vorkommt. Lederzecken bevorzugen tropisches Klima. Viele Zeckenarten sind nach ihrer bevorzugten Leibspeise benannte. Wie etwa die Igelzecke, die Taubenzecke und die Schafzecke. Auch der Hund hat seinen Fan in der braunen Hundezecke. Trotzdem sind das nur die bevorzugten Wirte, im Zweifelsfall ist die Zecke nicht wählerisch.

 

Wie die Zecke jagt

Unter den Zecken sind zwei Jagdstrategien verbreitet. Die einen zählen zu den Lauerern, die anderen sind aktive Jäger. Der Lauerer sitzt dabei auf einem Grashalm, steckt die Beine aus und wartet, bis ein Wirt vorbeikommt. Dann hält er sich fest. Der Jäger ist dagegen gut zu Fuß und krabbelt mit 5-8 Metern pro Stunde über den Boden. Entgegen der landläufigen Meinung krabbeln weder die Lauerer, noch die Jäger auf Bäume oder hohe Büsche, um sich von dort im Kamikazesprung auf ihr Opfer zu begeben. Das ist einfach nicht nötig. Ein Grashalm tut’s auch. Schließlich orten Zecken ihre Opfer nicht nur mit den Augen, einige Zeckenarten haben gar keine, sondern auch noch mit dem Haller-Organ. Dieses spezielle Organ kann Ammoniak, Kohlendioxid, Milch- und Buttersäure erkennen und somit seine Opfer ausmachen. 

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Wie die Zecke Nahrung aufnimmt

Haben sie erstmal den Wirt gefunden, suchen sie sich eine warme, geschützte und gerne auch etwas feuchte Stelle aus. Hier sagt man zwar gerne „die Zecke beißt“, aber in Wirklichkeit schneidet sie mit ihrem scharfen Mundwerkzeug einen Riss in die Haut. Dann schiebt sie ihren Rüssel hinein. Durch Widerhaken und ein Sekret, das wie Kleber wirkt, sorgt die Zecke für genügend halt. Im Übrigen können weibliche Zecken mehrere Wochen an einem Wirt hängen. Schließlich brauchen sie viel Blut für ihre Eier. 

Welche Krankheiten Zecken übertragen

Am Verbreitesten ist in diesen Breitengraden nicht die gemeine Hundezecke, diese kommt aus Nordafrika und richtet sich derzeit hier heimisch ein, sondern der gemeine Holzbock. Dies ist die am Häufigsten gefundene Zeckenart in Nordeuropa. Und sie ist auch eine der Zecken, die die meisten Krankheiten überträgt. Zu ihnen zählen Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Bei Hunden lässt sich Borreliose impfen. Diese Impfung muss allerdings jährlich aufgefrischt werden, um wirksam zu bleiben. Eine Impfung für FSME beim Hund gibt es bisher nicht. 

Schutz vor Zecken

Da Zecken diverse Krankheiten übertragen können und nicht alle von ihnen impf- und behandelbar sind, sollten alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Es gibt einige Produkte, die eine wirksame Zeckenabwehr darstellen sollen, jedoch ist ihre Wirksamkeit nicht nachgewiesen, teilweise auch widerlegt. Dazu gehören Kokosöl, Bernsteinketten und Keramikhalsbänder. Natürlich kann es nicht schaden diese Mittel zusätzlich einzusetzen. Es ist aber nicht ratsam sich nur auf diese Mittel zu verlassen. Wirksamer sind dagegen chemische Präparate. Diese werden als Spot-On oder Tablette verabreicht und sorgen dafür, dass die Zecke nur einen Bruchteil ihrer Erreger abgeben kann, da sie innerhalb weniger Minuten nach dem Stich verstirbt. Durch die Reduzierung der übertragenen Erreger werden Ausbrüche verhindert. Diese Schutzmaßnahmen sind oft kombiniert mit einem Schutz gegen Flöhe und halten zwischen 4 Wochen (Spot-On) und 8 Wochen (Tablette). 

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Wie man eine Zecke entfernt

Die Handhabung der einzelnen Werkzeuge ist recht unterschiedlich und die Anleitung sollte in jedem Fall genau durchgelesen werden. Am einfachsten in der Handhabung haben sich der Zeckenhaken, Zeckenkarte und die Zeckenschlinge erwiesen. Sie sind besonders anwenderfreundlich. 
Lasst auf jeden Fall die Finger von Öl, Essig, Seife, Feuer oder sonst irgendetwas, das nicht explizit für die Entfernung von Zecken hergestellt wurde! Auch drehen, knuffen und anmorsen sind keine adäquaten Mittel, wenn es nicht in Kombination mit einem geeigneten Werkzeug stattfindet. Die Zecke bekommt mit, dass da was im Gange ist und wenn es nicht sofort funktioniert, gibt sie noch eine große Ladung Erreger ab. Außerdem verstärkt sie ihren Griff und lässt sich mit jedem Versuch schlechter entfernen. Wenn dann auch noch der Kopf steckenbleibt, war die ganze Aktion überflüssig. 

Mein Rat: 

Nicht experimentieren. Fachwerkzeug besorgen oder zum Profi gehen.

Zeckenentfernung

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Zeckenhaken

Dieses Werkzeug benutze ich auch sehr gerne. Und viele meiner Freunde ebenfalls. Sehr empfehlenswert!

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Zeckenkarte

Auch sie ist sehr einfach in der Handhabung. Man kommt mit dem Zeckenhaken aber noch etwas besser an schwierige Stellen ran. 

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Zeckenschlinge

Auch sie ist recht einfach in der Anwendung, man muss aber etwas mehr Gefühl beweisen. Dafür kommt sie an jede Zecke, in jedem Winkel des Körpers ran.

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Spot-On

Sie wirken sowohl gegen Zecken, als auch gegen Flöhe.